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Begriff Beschreibung
Bartlett-Test Test auf Gleichheit der Varianzen bei mehr als zwei Messreihen. Bei diesem Test muss jede Messreihe mindestens 5 Einzelwerte besitzen. Die Anzahl der Messwerte muss nicht gleich groß sein. Dieser Test prüft sowohl kleine als auch große Varianzen. Die Stichproben sollten annähernd normalverteilt sein. Ist diese Voraussetzung nicht gegeben, eventuell Levene-Test benutzen. Nullhypothese: Alle Stichproben haben dieselbe Varianz Alternativhypothese: Wenigstens 1 Stichprobe unterscheidet sich in ihren Varianzen.
Beglaubigtes Referenzmaterial Synonyme: Zertifiziertes Referenzmaterial
Vergleiche: Referenzmaterial; Primärstandard
Referenzmaterial, von dem ein Eigenschaftswert oder mehrere durch ein technisch gültiges Verfahren beglaubigt wurde(n). Der Eigenschaftswert weist eine bekannte Messunsicherheit bei einem gegebenen Signifikanzniveau auf. Dem Verfahren liegt ein Zertifikat bei oder es wird auf andere Dokumentationen verwiesen, die von einer Zertifizierungsstelle herausgegeben wurden.
Norm: ISO Guide 20, Abschnitt 30.2.2 und update ISO Guide 30
Belastungstest Versuch(e) zur Ermittlung der Bandbreiten aller kritischer Verfahrensparameter innerhalb derer das Verfahren gemäß vorher festgelegten Qualitätskriterien durchgeführt werden kann.
Beobachtungswert Als Ergebnis einer Beobachtung festgestellter Merkmalswert. Anm.: Es handelt sich um einen einzelnen Wert, erhalten aus einer einzelnen Beobachtung.
Norm: DIN ISO 5725
Bestimmtheitsmaß Das (multiple) (Keine Vorschläge) B oder R2 wird auch Determinationskoeffizient, Güte oder (in den Sozialwissenschaften) Reliabilität genannt. Mithilfe des Bestimmtheitsmaßes lässt sich feststellen, ob es eine Abhängigkeit zwischen unabhängigen Variablen x und der abhängigen Variablen y gibt. Das Bestimmtheitsmaß nimmt Werte zwischen 0 und +1 an. 0 bedeutet keine Abhängigkeit, 1 bedeutet eine funktionale Abhängigkeit, die durch die gewählte Funktion beschrieben wird. Z.B., ist für die Funktion y = a + bx der Wert für B=1, liegt eine funktionale Abhängigkeit vor. B lässt sich auch für multivariate Abhängigkeiten und nicht lineare Beziehungen angeben. Für den linearen Fall ist die Wurzel aus B gleich dem Korrelationskoeffizienten r. Das Bestimmtheitsmaß drückt den Anteil der sogenannten aufgeklärten Varianz an der Gesamtvarianz aus: B=1-QSError(=Residuen)/QSGesamt (Es gilt : QS Gesamt = QS Aufgeklärt + QS Error, QS Error = nichtaufgeklärte Varianz oder Varianz der Residuen, QS = Quadratesumme = Summe aller quadrierten Werte) Da hier die Anteile an der Gesamtquadratsumme untersucht werden, nennt man das Verfahren auch Quadratsummenzerlegung (die hier interessierenden Anteile ließen sich noch weiter zerlegen).
Bestimmungsgrenze Synonyme: Quantifizierungsgrenze (selten)
Definition 1:
Geringster Gehalt, der mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit quantitativ erfasst werden kann, in der Regel die dreifache Nachweisgrenze.
Definition 2:
Die Bestimmungsgrenze (quantitation limit, determination limit) ist der kleinste, mit einer festzulegenden statistischen Wahrscheinlichkeit erkennbare Gehalt eines Stoffes, der bei einmaliger Analyse quantitativ nachgewiesen werden kann. Nach der ICH-Richtlinie kann die Nachweis- und Bestimmungsgrenze basierend auf der Standardabweichung des Signals und der Kalibrierfunktion (Steigung) ermittelt werden. Die Ermittlung kann über das Signal/Rausch-Verhältnis oder gemäß DIN 32645 nach dem Leerwert- oder dem Kalibrierkurvenverfahren erfolgen. Die Bestimmungsgrenze liegt naturgemäß über der Nachweisgrenze. Als Faustregel gilt: die Bestimmungsgrenze ist 3 Mal die Nachweisgrenze.
Bias Ausmaß der systematischen Abweichung des Analytwertes bezogen auf einen Referenzwert. Wird manchmal als relative Abweichung in Prozent angegeben.
Black-Box-Methode Methode der Validierung. Betrachtung eines Systems als schwarzen Kasten (in dem man also nichts erkennen kann) unter Vernachlässigung seiner inneren Struktur und Abläufe. Das Systemverhalten (Funktion) kann dann anhand der wirkungsspezifischen Input-Output-Relationen analysiert werden. Sinnvolles Verfahren, wenn Details nicht zugänglich sind wie z.B. Software, Analyseautomaten ... . Es geht nur um die Entscheidung, werden die Forderungen insgesamt erfüllt, ja oder nein.
Blindprobe Probe, die den betreffenden Analyten nachweislich nicht enthält, sonst aber weitgehend mit der Probe identisch ist.
Norm: DIN 32645
Blindwert Der Blindwert ergibt sich aus dem Analysengang ohne Probe (also ohne Analyt und ohne Matrix). Beispiel: Reagentienblindwerte in der Photometrie. Nicht jedes Prüfverfahren ergibt einen Blindwert. Der Blindwert ist vom Leerwert zu unterscheiden.