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Begriff Beschreibung
Laborvergleichsversuch Ein dem Ringversuch vergleichbarer Versuch (auch als Laborvergleichsprüfung bezeichnet), bei dem nur wenige oder auch nur 2 Labors teilnehmen. Er wird dann durchgeführt, wenn keine Ringversuche zu den Methoden angeboten wird oder auch zum Vergleichen der Ergebnisse zwischen Lieferant und Abnehmer. Weiteres siehe Ringversuch. Laborpräzision: Präzision bei den wiederholten Anwendungen eines festgelegten Verfahrens am identischen Objekt (Probe) durch Berücksichtigung möglichst aller realistischen Variablen in der späteren Routine: Verschiedene Analytiker, Geräte, Chemikalien, Tage etc. Die Laborpräzision kann als Maß für die Robustheit des Verfahrens unter Routinebedingungen angesehen werden.
Leerprobe Die Leerprobe ist unter Idealbedingungen eine Probe, die den zu bestimmenden oder nachzuweisenden Bestandteil nicht enthält, sonst aber mit der Analysenprobe übereinstimmt. Beide Forderungen sind häufig nicht erfüllbar. Die Messung der Leerprobe (Probenmatrix ohne den Analyten) ergibt Messwerte, deren Dichtemittel als Leerwert bezeichnet wird. Bei einer symmetrischen Verteilung ist dies der arithmetische Mittelwert. Diesem Leerwert entspricht der Ordinatenabschnitt einer Kalibriergeraden. Der Leerwert kann also auch Null sein (leerwertfreies Verfahren, Proportionalität). Unter realen Bedingungen ist die Leerprobe eine Probe, die nur einen sehr geringen Gehalt des gesuchten Bestandteils aufweist und in der restlichen Zusammensetzung der Analysenprobe möglichst nahe kommt.
Leerwert Der Leerwert ist der mit einer Leerprobe ermittelte Messwert.
Leerwertverfahren Das Leerwertverfahren (blank value method) dient zur Berechnung der Nachweisgrenze aus der Streuung der Messwerte einer Leerprobe. Es ist in DIN 32645 beschrieben. Für dieses Verfahren muss daher eine Leerprobe verfügbar sein. Zur Berechnung der Nachweisgrenze muss die Steigung der Kalibriergeraden bekannt sein. Das Leerwertverfahren wird auch als direktes Verfahren (oder direkte Methode) bezeichnet. Wo möglich, ist ihm der Vorzug gegenüber dem Kalibrierkurvenverfahren zu geben.
Leistungsqualifizierung (PQ) Überprüfung des Gesamtsystems (Beweisführung) mit Hilfe realer Proben auf Einhaltung der geforderten Spezifikationen.
LGC Abkürzung für "Laboratory of the Gouvernement Chemist". Die früher staatliche Stelle wurde privatisiert und bietet u.a. Standards, Referenzmaterialien und Ringversuche an (www.lgc.co.uk).
Linearität Definition 1:
Fähigkeit eines Verfahrens/einer Methode, innerhalb eines bestimmten Konzentrationsbereichs Messergebnisse zu generieren, deren Abhängigkeit von der Konzentration bzw. Menge des Analytes in der Probe durch eine Geradengleichung (lineare Regression) zu beschreiben ist.
Definition 2:
Unter Linearität (linearity) wird die Anwendung einer linearen Kalibrierfunktion bezeichnet nach: y = a + bx. Die Beziehung zwischen Messgröße und Gehalt des zu bestimmenden Stoffes kann also innerhalb des in der Methode genannten Mess- oder Arbeitsbereiches als Geradengleichung dargestellt werden. Die Linearität muss nachgewiesen werden z.B. mit Hilfe des Linearitätstest nach Mandel. Die Mehrzahl der Prüfmethoden beruht auf einer linearen Kalibrierbeziehung. Es ist zu beachten, dass von einigen Normen und Auswerteverfahren die Linearität vorausgesetzt wird, z.B. bei der Bestimmung der Nachweis- und Bestimmungsgrenze nach dem Kalibrierkurvenverfahren. Selbstverständlich sind auch nicht lineare Kalibrierfunktionen validierbar. Eine lineare Regression kann (ohne Test) auch erzwungen (festgelegt) werden, was nicht unbedingt zur besten Anpassung (geringste Abweichungen) führt.
Linearitätstest nach Mandel Synonyme: Mandel-Test
Der Linearitätstest nach Mandel prüft, ob die Regression 2. Ordnung (quadratische Regression) signifikant besser ist als die Regression 1. Ordnung (lineare Regression). Zur Prüfung werden die jeweiligen Quadrate der Reststandardabweichungen aus linearer und quadratischer Regression verwendet. Der Test selbst ist ein F-Test.
LLOQ Lower Limit of Quantitation