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Begriff Beschreibung
Wahrer Wert Vergleiche: richtiger Wert; exakter Wert
Definition 1:
Tatsächlicher, aber unbekannter Merkmalswert unter den bei der Ermittlung herrschenden Bedingungen.
Anmerkung: Das ist ein ideeller Wert, da er sich nur dann feststellen ließe, wenn sämtliche Abweichungen vermieden werden könnten.
Definition 2:
Der wahre Wert (true value) ist der tatsächliche Merkmalswert, der sich ist in der Regel praktisch durch Messen (stetige Messwertverteilung) nicht ermitteln lässt und somit unbekannt ist. Selbst wenn die Grundgesamtheit zur Prüfung zur Verfügung stehen würde, ist es theoretisch nicht möglich, alle möglichen Werte zu messen. Die wahren Werte können nur angenähert werden. Bei diskreten Werteverteilungen können wahre Werte ermittelt werden wie z.B. durch Zählen der Anzahl der in einer Grundgesamtheit enthaltenen Elemente.
Norm: DIN 55350 Teil 13
Wahrscheinlicher Wert Statistisch berechenbare Wahrscheinlichkeit mit der der Mittelwert einer zunehmenden Zahl von Wiederholuntersuchungen sich dem Mittelwert unendlich vieler Wiederholuntersuchungen asymmetrisch nähert.
Wiederfindungsfunktion Ist die Wiederfindungsrate konzentrationsabhängig, so sollte die Abhängigkeit der Wiederfindungsrate von der Konzentration im relevanten Arbeitsbereich durch eine Wiederfindungsfunktion (recovery function) dargestellt werden.
Wiederfindungsrate Synonyme: Wiederfindung
Definition 1:
Verhältnis des unter Wiederholbedingungen erhaltenen Mittelwertes zum tatsächlichen Gehalt einer Komponente in der Probe.
Definition 2:
Die Wiederfindung (recovery ) oder Wiederfindungsrate (recovery rate) W gibt das Verhältnis des unter Wiederholbedingungen gemessenen Mittelwertes zum richtigen Wert eines Analytgehaltes in Prozent an. Ihr Idealwert ist 100%. Sie wird durch den Vergleich der Messergebnisse eines Analyten mit einer Analytprobe in Gegenwart der Matrix (Wirkstoff: andere Verunreinigungen, Präparat: Hilfsstoffe) sichergestellt. Es ist sinnvoll, die Wiederfindung für unterschiedliche Konzentrationsniveaus sicherzustellen (siehe Wiederfindungsfunktion). In der Regel decken 3 Niveaus, z.B. 70, 100 und 130% des zu erwartenden Wertes den Arbeitsbereich ausreichend ab. Die Wiederfindungsrate ist lediglich ein anderes Maß zur Charakterisierung der Richtigkeit einer Methode. Die Wiederfindungsrate macht Aussagen über Verluste durch Probenvorbereitungsschritte oder Matrixeinfluss und ist in der Spurenanalytik besonders wichtig. Bei einer Wiederfindungsrate, die ungleich 100 Prozent und unabhängig vom Gehalt des Analyten ist, liegt ein proportionaler systematischer Fehler vor. Bei einer zu kleinen Wiederfindungsrate empfiehlt es sich, die Messsignale des Analyten auf eine dem Analyten möglichst ähnliche Hilfskalibriersubstanz (interner Standard) zu beziehen. Der interne Standard sollte in einem möglichst frühen Aufarbeitungsschritt der Probe in definierter Menge zugegeben werden.
Wiederholbarkeit Der Begriff Wiederholbarkeit (repeatability) wird in DIN-Normen nicht mehr verwendet und sollte durch Wiederholgrenze ersetzt werden. Dadurch werden auch Unklarheiten mit dem englischen Begriff repeatability vermieden, der für Wiederholbarkeit und Wiederholpräzision steht.
Wiederholbedingungen Definition 1:
Wiederholung der gleichen Messung an einem identischen Objekt, unter identischen Bedingungen, zu einem späteren Zeitpunkt.
Definition 2:
Wiederholbedingungen (repeatability conditions) liegen vor, wenn die gleiche Prüfmethode auf identische Proben vom selben Mitarbeiter mit demselben Gerät im selben Labor innerhalb einer kurzen Zeitspanne angewendet wird. Wiederholbedingungen führen zur geringstmöglichen Streuung der Messwerte (best case).
Wiederholgrenze Synonyme: Wiederholbarkeit (früher)
Kritischer Wiederholdifferenzbetrag für zwei einzelne Ermittlungsergebnisse und für eine Wahrscheinlichkeit von 95 %.
Norm: DIN 55350 Teil 13
Wiederholpräzision Synonyme: Wiederholbarkeit; Präzision unter Wiederholbedingungen
Präzision bei der wiederholten Anwendung eines festgelegten Verfahrens am identischen Objekt (Probe) durch denselben Analytiker, in kurzen Zeitabständen, mit demselben Gerät, im selben Labor (Wiederholbedingungen).
Wiederholstandardabweichung Standardabweichung der Ermittlungsergebnisse unter Wiederholbedingungen und daher ein Maß für die Wiederholpräzision.