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Begriff Beschreibung
Eichen Das Eichen eines Messgerätes (auch einer Maßverkörperung) umfasst die von der zuständigen Eichbehörde nach den Eichvorschriften vorzunehmenden Prüfungen und die Stempelung. Durch die Prüfung wird festgestellt, ob das vorgelegte Messgerät den Eichvorschriften entspricht, d. h. ob es den an seine Beschaffenheit und seine messtechnischen Eigenschaften zu stellenden Anforderungen genügt, insbesondere ob die Beträge der Messabweichungen die Fehlergrenze (n) nicht überschreiten.
Norm: DIN 1319 Teil 1
Einseitiger Test Ein einseitiger Test ist die Prüfung einer einseitigen statistischen Hypothese.
Empfindlichkeit Fähigkeit einer Methode, zwischen zwei kleinen Konzentrationen zu unterscheiden; Steigung der Kalibrierkurve. Bei linearen Funktionen ist die Empfindlichkeit (= Steigung) konstant, bei Funktionen 2. oder 3. Grades ist sie abhängig vom gewählten Wert xi.
Entscheidungsgrenze Vergleiche: Nachweisgrenze; Erfassungsgrenze
Geringster Gehalt des Analyten, der bei tatsächlicher Anwesenheit mit angemessener statistischer Sicherheit nachgewiesen wird und entsprechend den Kriterien der Methode identifiziert werden kann. Anm.: Im erwähnten Amtsblatt der EU entspricht die Entscheidungsgrenze der dreifachen (sonst zweifachen) Nachweisgrenze.
Norm: Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaft Nr. L 223
Erfassungsgrenze Vergleiche: Entscheidungsgrenze
Die Erfassungsgrenze ist der kleinste Gehalt einer gegebenen Probe bei dem mit der Wahrscheinlichkeit 100 –β (50 <β <100) ein Nachweis möglich ist. Akzeptiert man eine Irrtumswahrscheinlichkeit von 50 %, ist die Erfassungsgrenze gleich der Nachweisgrenze; in der Regel wird jedoch als Erfassungsgrenze die zweifache Nachweisgrenze angenommen, sie ist in jedem Falle kleiner als die Bestimmungsgrenze. Nach DIN 32645 darf als Qualitätsgarantie für den Höchstgehalt eines Bestandteils im untersuchten Stoff nur die Erfassungsgrenze herangezogen werden.
Norm: DIN 32645, ISO 11843-1
Ergebnisabweichung Unterschied zwischen einem Ermittlungsergebnis und dem Bezugswert, wobei dieser je nach Festlegung oder Vereinbarung der wahre, der richtige oder der Erwartungswert sein kann.
Norm: DIN 55350 Teil 13
Ergebnisunsicherheit Vergleiche: Standardunsicherheit U; erweiterte Unsicherheit
Definition 1:
Geschätzter Betrag zur Kennzeichnung eines Wertebereichs, innerhalb dessen der Bezugswert mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit liegt (in der Regel der Erwartungswert). Sie wird angegeben zwischen der unteren bzw. der oberen Grenze dieses Wertebereichs.
Definition 2:
Die Ergebnisunsicherheit (uncertainty {of result}) ist ein Kennwert, der aus Messungen und/oder Schätzungen gewonnen und zusammen mit dem Messergebnis zur Kennzeichnung eines Wertebereiches für den wahren Wert der Messgröße dient. Die Ergebnisunsicherheit ist ein quantitatives Maß für den qualitativ zu verwendenden Begriff der Genauigkeit, der allgemein die Annäherung des Messergebnisses an den wahren Wert der Messgröße bezeichnet. Die Begriffe Messunsicherheit und Ergebnisunsicherheit sowie Unsicherheit werden häufig synonym verwendet.
Norm: DIN 55350 Teil 13
ERM Abkürzung für "European Reference Materials", eine Kooperation wichtiger europäischer Produzenten von Referenzmaterialien wie BAM, LGC und IRMM (www.erm-crm.org).
Ermittlungsergebnis Durch die Anwendung eines festgelegten Ermittlungsverfahrens festgestellter Merkmalswert. Anm.: Das Ermittlungsverfahren kann festlegen, dass eine Anzahl von individuellen Beobachtungen anzustellen und ihr Mittelwert als Ergebnis zu melden ist. Also kann ein einzelnes Ermittlungsergebnis ein aus mehreren Beobachtungswerten berechnetes Ergebnis sein.
Norm: DIN ISO 5725
Erwartungswert Vergleiche: Mittelwert
Definition 1:
Unbekannter Mittelwert der Grundgesamtheit. Als bester Näherungswert gilt der Mittelwert aus einer hinreichend großen Zahl wiederholter Messungen bzw. als mittleres Ermittlungsergebnis, welches bei unendlicher Wiederholung der Messung hätte gewonnen werden können.
Definition 2:
Der Erwartungswert (expectation, expected value) einer Zufallsvariablen ist der Wert, von dem man "erwartet", dass er sich bei einer häufigen Wiederholung des Experiments im Durchschnitt ergibt. Z.B. das arithmetische Mittel aus den Werten von unendlich vielen "Ziehungen" einer Zufallsvariablen. Er bestimmt die Lage einer Verteilung und ist vergleichbar mit dem empirischen arithmetischen Mittel einer Häufigkeitsverteilung. Das Gesetz der großen Zahlen sichert in vielen Fällen zu, dass der Stichprobenmittelwert bei wachsender Stichprobengröße gegen den Erwartungswert konvergiert, d.h., der berechnete Mittelwert xquer nähert sich dem wahren Wert μ (Mittelwert der Grundgesamtheit). Der aus (vielen) Messwerten berechnete Mittelwert ist die beste Schätzung für den Erwartungswert.
Norm: DIN 55350 Teil 13, 21
Erweiterte Unsicherheit Vielfaches der kombinierten Standardunsicherheit. Deren Multiplikation mit einem Erweiterungsfaktor k ergibt ein Vertrauensintervall, von dem erwartet wird, dass es den Großteil der der Messgröße zugeordneten Werte umfasst.
Uε = k · Uges
Uε ist ein Maß für zufällige plus systematische Fehler
Erweiterungsfaktor Zahlenfaktor, mit dem die kombinierte Standardunsicherheit multipliziert wird, um eine erweiterte Unsicherheit zu erhalten. Typischer Bereich ist zwischen 2 und 3.
EURACHEM Wurde als Vereinigung chemisch-analytisch orientierter Prüflaboratorien in EU und EFTA-Ländern gebildet. Die Zielsetzungen entsprechen im Wesentlichen denen von EUROLAB, Fokus jedoch ist die Analytik.
EUROLAB Wurde gegründet mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Prüflaboratorien generell zu fördern und durch Harmonisierung von Qualitätsanforderungen und QS-Maßnahmen Vertrauen im Hinblick auf die gegenseitige Anerkennung von Prüfresultaten zu schaffen.
Exakter Wert Vergleiche: wahrer Wert; richtiger Wert
Der wahre Wert eines mathematisch theoretischen Merkmals. Anm.: Bei einem numerischen Berechnungsverfahren wird sich als Ermittlungsergebnis jedoch nicht immer der exakte Wert ergeben. Beispielsweise ist der exakte Wert von π = 3,1416 ... und der Wert der universellen Gaskonstante R = 8,3143... J/K/Mol.
Norm: DIN 55350 Teil 13